Top afrikanischen Ländern für den ökologischen Landbau

Der ökologische Landbau ist eine Alternative zur traditionellen Landwirtschaft, bei der Düngemittel, Lebensmittelzusatzstoffe, genetisch veränderte Organismen, Viehantibiotika und Pflanzenwachstumsregulatoren eingesetzt werden. Die Entstehung des ökologischen Landbaus lässt sich bis ins 20. Jahrhundert zurückverfolgen. Zu dieser Zeit war es eine Lösung für die sich schnell ändernden landwirtschaftlichen Praktiken. Afrikanische Nationen gehören zu den Ländern mit den wenigsten ökologischen Betrieben. Die Länder mit dem flächenmäßig am weitesten entwickelten ökologischen Landbau in Afrika sind Uganda, Tansania, Äthiopien und Tunesien.

Top afrikanischen Ländern für den ökologischen Landbau

Uganda

Fast 200.000 Ugander sind Kleinbauern, die höchste Anzahl von Biobauern nach Indien. Insgesamt bewirtschaften diese Landwirte 231.157 Hektar Land. In Afrika ist Uganda aufgrund der staatlichen Unterstützung das Top-Land für ökologischen Landbau. Die ugandische Regierung verbietet strengstens die Verwendung von synthetischen Betriebsmitteln wie Düngemitteln, Pestiziden und Drogen. Ziel des Verbots ist die Förderung eines nachhaltigen landwirtschaftlichen Wachstums zur langfristigen Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen. Folglich ist das Land für seine Bio-Exporte beliebt. Die Auswirkungen des ökologischen Landbaus in Uganda umfassen einen geringeren Abfluss landwirtschaftlicher Chemikalien, eine verbesserte Ernährungssicherheit und einen Anstieg der ökologischen Exporte.

Tansania

Der ökologische Landbau in Tansania wird von der Tanzania Organic Agriculture Movement (TOAM) unterstützt. Es hat zu fruchtbaren Böden, großartigen Ökosystemen und einer gesunden Bevölkerung geführt. TOAM wurde 2005 ins Leben gerufen. Seitdem ist es seine Aufgabe, den ökologischen Landbau in Tansania zu fördern und zu koordinieren. Das Wachstum des ökologischen Landbaus in Tansania ist auch auf die wachsende Unterstützung der Verbraucher und Interessengruppen zurückzuführen. Biobauern konzentrieren sich auf den Schutz der Umwelt, der Gesundheit der Verbraucher und des Bodens. Einige der im ökologischen Landbau angewandten Methoden umfassen die Verwendung von biologischem Dünger, Zwischenkulturen und Fruchtfolge. Infolgedessen werden rund 186.537 Hektar tansanischer Fläche biologisch bewirtschaftet. Tansania ist damit das zweitgrößte afrikanische Land für ökologischen Landbau.

Äthiopien

Die Fläche, die in Äthiopien für den ökologischen Landbau genutzt wird, beträgt 164.777 Hektar. Äthiopien ist das drittgrößte afrikanische Land in der ökologischen Produktion. Die Geschichte des ökologischen Landbaus in Äthiopien lässt sich bis ins Jahr 2000 zurückverfolgen. Zu dieser Zeit gab es einen Schockfall der Kaffeepreise. Die Regierung forderte daher Experten aus Europa auf, Ratschläge zur besten Strategie für den Kaffeeanbau zu erteilen. Einige der Empfehlungen betrafen den ökologischen Landbau. Viele Jahre später ist der ökologische Landbau stärker gewachsen. Eine große Herausforderung für den ökologischen Landbau in Äthiopien ist jedoch das Fehlen von Inlandsverkäufen. Die meisten Biobauern sind aufgrund der günstigen Marktbedingungen wie gesicherten Prämien für zertifizierte Produkte und klaren Handelssystemen Exporteure.

Von Biobauern in Afrika verwendete Düngemittel

Biobauern verwenden in ihrer Landwirtschaft entweder pflanzliche oder tierische Düngemittel. Beispiele für diese Düngemittel sind Kuhdung, Kaffeehülsen und Mist. Dünger versorgt den Boden mit Nährstoffen, indem er Feuchtigkeit aufnimmt und speichert. Das Ziel der Biobauern ist es zu vermeiden, den Boden mit künstlichen Chemikalien zu füllen, die die für erfolgreiche Ernteerträge benötigten Nährstoffe schädigen.

Top afrikanischen Ländern für den ökologischen Landbau

RangLandBio-Fläche (Hektar)
1Uganda231, 157
2Tansania186, 537
3Äthiopien164, 777
4Tunesien137, 188
5Ägypten82, 167
6Sudan54, 845
7DR Kongo51, 838
8Südafrika43, 170
9Madagaskar30, 265
10Ghana28, 161