Somalias gefährdete Säugetiere

Somalische Wildhunde, somalische Wildesel und Hirolas sind in Somalia ernsthaften Bedrohungen ausgesetzt. Somalia besteht aus ariden und semi-ariden Regionen und beheimatet mehr als 170 Säugetierarten. Diese Säugetiere reichen von Spitzmäusen, Ratten und Igeln bis hin zu Elefanten und Giraffen. Die meisten dieser Tiere sind im Land gefährdet.

Somalias gefährdete Säugetiere

Somali Wild Ass (Equus Africanus somaliensis)

Der somalische Wildesel bewohnt die nordöstliche Region Somalias in trockenen und halbtrockenen Graslandschaften und Buschlandschaften. Es ist eine Unterart des afrikanischen Wildesels. Das Tier erscheint grau mit einem weißen Bauch. Es zeichnet sich durch horizontale schwarz-weiße Streifen an den Beinen aus. Die schmalen und kleinen Hufe des Tieres helfen ihm, sich schnell zu bewegen. Sein Schwanz ist büschelig und aufrecht und dünn. Der somalische Wildesel lebt in kleinen Herden und benutzt Tritte als Schutz vor Raubtieren. Die Herden sind aufgrund unzureichender Nahrung in den trockenen Lebensräumen nicht dauerhaft. Die Tiere ernähren sich von Gräsern sowie Sträuchern und Wüstenpflanzen und sind in der Dämmerung und im Morgengrauen am aktivsten. Die Tragzeit beträgt fast ein Jahr, und das Weibchen ist im Alter von zwei Jahren brutbereit. Der Umweltzustand des somalischen Wildesels ist stark gefährdet und wird ständig durch die Jagd nach Medikamenten oder Nahrungsmitteln, den Wettbewerb mit Vieh, politische Unruhen und den Klimawandel bedroht. Für das Tier besteht in Somalia kein ausgewiesenes Reservat.

Hirola (Beatragus hunteri)

Die Hirola ist eine Antilopenart, die die Grenze zwischen Somalia und Kenia durchstreift. Es bevorzugt offene Grasebenen und ernährt sich von Gras, wobei es sich auf die frisch gekeimte Vegetation spezialisiert hat. Das Tier wandert konsequent auf der Suche nach neuer Vegetation. Der Mantel der Hirola ist sandfarben und hat eine lange Nase, Ohren und Beine sowie einen kurzen Nacken. Um die Augen sind weiße Augenbrauen und es hat zwei lange gebogene Hörner, die zur Verteidigung verwendet werden. Die Hirola ist eine große Antilope und bewegt sich in Gruppen von 5 bis 40 Individuen. Männer sind territorial und halten ungefähr 7 bis 8 Frauen in einer Herde. Die Brut findet zwischen März und April statt und die Männchen paaren sich, nachdem sie andere vorherrschende Männchen, meist im Alter von 3 oder 4 Jahren, abgewehrt haben. Die Hirolapopulation ist infolgedessen stark zurückgegangen, was auf Viehwettbewerb, Krankheiten, Verlust des Lebensraums und Raub zurückzuführen ist.

Somalischer Wildhund (Lycaon pictus somalicus)

Der somalische Wildhund ist eine Unterart der größeren afrikanischen Wildhundarten. In Somalia lebt das Tier in halbwüstenartigen und steinigen Wüstenhabitaten. Das Fell des Tieres ist grobkörnig und kleiner als die ostafrikanische Wildhund-Unterart. Das Weibchen bringt nach 377-389 Tagen einen Jungen zur Welt. In freier Wildbahn hat das Tier eine Lebenserwartung von 20 Jahren. Es ist ständig von anderen Tieren und menschlichen Aktivitäten bedroht.

Herausforderungen für den Naturschutz in Somalia

Der Bürgerkrieg in Somalia hat sich nachteilig auf den Naturschutz ausgewirkt. Die Umsetzung der Naturschutzpolitik wurde erschwert und die Bemühungen der einschlägigen Institutionen und Agenturen behindert. Die Vertreibung von Menschen hat die Ansiedlung von Flüchtlingen in Gebieten verursacht, in denen zuvor wild lebende Tiere lebten. Aktivitäten dieser Bevölkerungsgruppen wie Viehweiden und Landwirtschaft haben zum Verlust des Lebensraums geführt.

Somalias gefährdete SäugetiereWissenschaftlicher Name
Somali Wild Ass

Equus africanus somaliensis
Hirola

Beatragus Hunteri
Somalischer Wildhund

Lycaon pictus somalicus