Religiöse Überzeugungen in Andorra

Andorra ist ein souveräner Microstate auf der Iberischen Halbinsel mit einer Fläche von nur 468 Quadratkilometern und einer Bevölkerung von etwa 77.281 Einwohnern. Andorra wird von einer Diarchie regiert, in der der französische Präsident und der spanische Bischof von Urgell Staatsoberhäupter sind. Zwei Drittel der Bevölkerung Andorras sind keine Staatsangehörigen des Landes und können daher nicht an den Wahlen teilnehmen. Die romanische Sprache des Katalanischen ist die offizielle Sprache von Andorra.

Das Christentum ist die Religion der Mehrheit in Andorra. Insbesondere die Katholiken machen 88, 2% der Bevölkerung des Landes aus. Andere christliche Sekten haben auch Anhänger im Land. Eine kleine Anzahl von Muslimen, Hindus, Bahá'í, Juden, Ungläubigen und Atheisten ist für die verbleibende Bevölkerung von Andorra verantwortlich. Die meisten Muslime Andorras sind Einwanderer aus Nordafrika.

Das Christentum ist die beliebteste Religion in Andorra

Obwohl der Katholizismus keine offizielle Staatsreligion ist, nimmt er in dem Land eine Sonderstellung ein, die durch Andorras Verfassung anerkannt wird. Einige besondere Privilegien werden der katholischen Kirche im Land verliehen. Andere christliche Konfessionen mit Anhängern in Andorra sind Protestanten, Mormonen und die Neuapostolische Kirche. Die meisten Christen in Andorra sind Einwanderer aus europäischen Ländern wie Frankreich, Spanien und Portugal. Schätzungen zufolge besucht nur etwa die Hälfte der katholischen Bevölkerung Andorras regelmäßig die Kirche.

Religionsfreiheit und Toleranz in Andorra

Andorras Verfassung sieht die Religionsfreiheit im Land vor. Die Regierung respektiert dieses Recht im Allgemeinen und greift nicht in die religiösen Praktiken der Bevölkerung Andorras ein. Das Land ist nicht bekannt für religiöse Diskriminierung und gesellschaftlichen Missbrauch. Missionare aus dem Ausland dürfen im ganzen Land frei arbeiten. Das System der Registrierung und Anerkennung religiöser Gruppen ist im Land relativ nachgiebig.

Der Staat und die katholische Kirche teilen ein besonderes Verhältnis, wie es in der Verfassung der Nation festgelegt ist. Am 8. September wird ein Nationalfeiertag gefeiert, der ein religiöser Feiertag der katholischen Kirche ist.