Die Wirtschaft von Spanien

Spanien ist die vierzehntgrößte Volkswirtschaft der Welt, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) und eine der führenden Volkswirtschaften in Bezug auf Kaufkraftparität (KKP). Das Land wird als einkommensstark eingestuft und ist Mitglied der Europäischen Union, der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und Welthandelsorganisation (WTO). Das Land ist auch eines der weltweit führenden Länder für die menschliche Entwicklung auf hohem Niveau. Das Land war von der globalen Finanzkrise 2007-2008 betroffen und befand sich für den Zeitraum 2009-2013 in einer Rezession. Die spanische Wirtschaft schrumpfte infolgedessen um rund 9%.

Ein Überblick über die Wirtschaft Spaniens

Das BIP des Landes belief sich Ende 2016 auf 1, 536 Billionen US-Dollar bei einer Kaufkraftparität (KKP) von 1, 704 Billionen US-Dollar. Das BIP-Wachstum des Landes für das Jahr 2016 betrug 3, 2%. In der Europäischen Union wird der Euro als Währung verwendet. Die Arbeitslosenquote liegt bei 18, 6%, das Pro-Kopf-Einkommen bei 26700 USD. Es belegt den 33. Platz in der Leichtigkeit, Geschäfte zu machen.

Führende Branchen in Spanien

Mehrere spanische Unternehmen haben sich den Ruf eines glaubwürdigen multinationalen Konzerns erarbeitet, der es ihnen leicht macht, in den kulturell nahen Ländern Lateinamerikas zu operieren. Ihre Expansion in asiatische Länder wie China und Indien hat ihnen den Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen europäischen Unternehmen verschafft. Einige von ihnen beschäftigen sich unter anderem mit Elektronik wie Telefonica, Movistar und Gambesa. Inditex, die andere beliebte Bekleidungsmarken wie Zara Fashion besitzt, ist ebenfalls in Spanien ansässig. Die hoch entwickelte Infrastruktur des Landes ist der andere starke Katalysator seines Wirtschaftswachstums. Es ist das fünftbeste in der EU und liegt vor Ländern wie Japan und den USA in Bezug auf das Qualitätsverkehrsnetz, insbesondere Hochgeschwindigkeitsstrecken. Diese haben die Wettbewerbsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors verbessert.

Top Exportgüter und Exportpartner von Spanien

Das Land ist ein riesiger Exporteur, aber hauptsächlich in die Länder der Europäischen Union. Die führenden sind Deutschland (11%), Frankreich (15, 7%), Italien (7, 4%), Großbritannien (7, 4%) und Portugal (7, 1%). Es verkauft Maschinen, Elektronik, Pharmazeutika und andere Konsumgüter. Die Daten beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2016.

Top Import Waren und Import Partner von Spanien

Das Land importiert Kraftstoff, Halbzeuge, Chemikalien und andere Konsumgüter. Die Importe kommen unter anderem aus Deutschland (14%), Großbritannien (11%), China (7%) und Italien (6, 5%). Der größte Teil des Handels erfolgt mit EU-Mitgliedern.

Herausforderungen für die spanische Wirtschaft

Das Land hat sehr hohe Arbeitslosenquoten, die durch die Weltwirtschaftskrise verschärft wurden. Es steht noch keine vollständige Erholung bevor, da die Wirtschaft nicht genügend Arbeitsplätze geschaffen hat, um diese zu absorbieren. Das Land hat auch keine natürlichen Ressourcen wie Treibstoff und muss aus anderen Ländern importieren. Dies wirkt sich auf die Produktivität seiner Branchen durch Wechselkursschwankungen aus.

Zukunftspläne

Die spanische Regierung hat einen engen regulatorischen Rahmen für das Bankensystem im Land geschaffen, um die Stabilität des Landes zu gewährleisten. Die Maßnahmen zielen darauf ab, konjunkturschädigende Aspekte der Anlegerpanik zu beseitigen. Es hat zur Übernahme einiger Banken geführt, um deren Zusammenbruch zu verhindern. Die Regierung arbeitet auch an Programmen zum Abbau des niedrigen Beschäftigungsniveaus.