Die Wirtschaft Österreichs

Überblick über die Wirtschaft Österreichs

Die Wirtschaft Österreichs ist die eines voll industrialisierten Landes mit einer hoch entwickelten Marktwirtschaft, qualifizierten Arbeitskräften und einem sehr hohen Lebensstandard für die Bevölkerung. Österreich ist Teil der Europäischen Union (EU) und seine Wirtschaftsgesetze und -vorschriften müssen den EU-Standards entsprechen. Österreich verwendet wie die meisten EU-Länder auch den Euro als Währung und ist eng mit der Wirtschaft anderer EU-Mitgliedstaaten verbunden. Österreich hat nach dem Economic Complexity Index (ECI) die 10. komplexeste Volkswirtschaft der Welt. Im Jahr 2014 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Österreichs 436 Mrd. USD und das Pro-Kopf-BIP 47, 7 Tsd. USD.

Führende Branchen in Österreich

In Österreich sind 74% der Arbeitskräfte im Dienstleistungssektor beschäftigt, gefolgt von 25, 3% in der Industrie und nur etwa 0, 7% in der Landwirtschaft. Viele der industriellen Berufe in Österreich sind in der Maschinenbau-, Stahl-, Chemie-, Elektro- und Elektronikindustrie angesiedelt. In Österreichs Dienstleistungsberufsbranche arbeiten die meisten Menschen entweder im Handel oder in der wachsenden Tourismusbranche des Landes. Für die wenigen landwirtschaftlichen Berufe Österreichs arbeiten viele Menschen in der Viehzucht, als Teil der wachsenden Zahl von Biobetrieben des Landes oder in der kleinen, aber florierenden Weinwirtschaft.

Top Exportgüter und Partner:

Österreich exportierte 2014 Waren im Wert von insgesamt 162 Milliarden US-Dollar. Damit ist das Land die 29. größte Exportwirtschaft der Welt. Die wichtigsten Exportgüter in Österreich sind verpackte Medikamente (6, 39 Mrd. USD), Fahrzeugteile (5, 11 Mrd. USD), Autos (4, 72 Mrd. USD), menschliches oder tierisches Blut (2, 8 Mrd. USD) und Verbrennungsmotoren (2, 74 Mrd. USD). Die wichtigsten Exportpartner Österreichs sind Deutschland (45 Mrd. USD), Italien (10, 6 Mrd. USD), die Vereinigten Staaten von Amerika (10, 4 Mrd. USD), die Schweiz (9, 5 Mrd. USD) und Ungarn (6, 77 Mrd. USD).

Top Importgüter und Partner:

Österreich importierte 2014 Waren im Wert von insgesamt 169 Milliarden US-Dollar, womit das Land der 28. größte Importeur der Welt ist und eine negative Handelsbilanz von 7, 21 Milliarden US-Dollar aufweist. Die wichtigsten Importe Österreichs sind Autos (9 Mrd. USD), Rohöl (5, 96 Mrd. USD), raffiniertes Erdöl (5, 69 Mrd. USD), Fahrzeugteile (4, 42 Mrd. USD) und verpackte Medikamente (3, 69 Mrd. USD). Die wichtigsten Importpartner Österreichs sind Deutschland (65 Mrd. USD), Italien (10, 8 Mrd. USD), China (9, 1 Mrd. USD), die Schweiz (8, 9 Mrd. USD) und die Tschechische Republik (6, 93 Mrd. USD).

Die Herausforderungen und die Zukunft der österreichischen Wirtschaft

Die aktuellen Herausforderungen für die österreichische Wirtschaft gehen auf die globale Finanzkrise zurück, von der jede Volkswirtschaft der Erde betroffen ist. Trotz einer im internationalen Vergleich guten wirtschaftlichen und finanziellen Verfassung Österreichs hat die Krise den österreichischen Exportmarkt geschwächt. Auch die österreichischen Banken reagieren nach wie vor auf die Auswirkungen des Abbaus der staatseigenen Hypo Alpe Adria. Es gab auch politische und wirtschaftliche Unruhen nicht nur aufgrund der anhaltenden Echos der globalen Finanzkrise, sondern auch aufgrund der syrischen Flüchtlingskrise, der Unruhen wegen des Russland-Ukraine-Konflikts, der Euroschuldenkrise und des Brexit in den letzten Jahren. Die Wirtschaft zeigte im letzten Jahr Anzeichen einer Besserung, doch die Staatsverschuldung erreichte nach dem Zweiten Weltkrieg einen hohen Stand.