Die Wirtschaft Äthiopiens

Äthiopien hat eine gemischte Marktwirtschaft, was bedeutet, dass Unternehmen sowohl dem öffentlichen als auch dem privaten Sektor gehören. Zuvor befand sich die Wirtschaft größtenteils in Staatsbesitz. Die Wirtschaft verzeichnete in den letzten 10 Jahren ein Wachstum zwischen 8% und 11%, obwohl diese Rate in den Jahren 2014 und 2015 auf 5, 4% zurückging. Es gilt als eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Dieses Wachstum wurde vom Agrar- und Dienstleistungssektor getragen. Die Bevölkerung hat hier eine extreme Armutsquote von 33, 5%. Im Jahr 2014 hatte Äthiopien ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 132 Milliarden US-Dollar und ein nominales BIP pro Kopf von 570 US-Dollar. Die Belegschaft beschäftigt 37, 9 Millionen Menschen und hat eine Arbeitslosenquote von 24, 9%. 85% der Beschäftigten arbeiten in der Landwirtschaft. Es folgen Dienstleistungen (10%) und Industrie (5%).

Führende Branchen in Äthiopien

Die führende Branche in Äthiopien ist die Landwirtschaft. Ein Großteil der landwirtschaftlichen Produktion ist von Natur aus traditionell, macht aber immer noch einen erheblichen Teil der Exporte von Erntegut aus. Dieser Wirtschaftssektor macht 46, 6% des BIP aus und bietet Möglichkeiten für andere wirtschaftliche Aktivitäten wie Marketing und Verarbeitung. Andere Branchen des Landes sind Lebensmittelverarbeitung, Leder-, Zement-, Getränke-, Chemie-, Textil- und Metallverarbeitung.

Top-Handelspartner für äthiopische Importe und Exporte

Dieses Land exportierte 2014 Waren im Wert von 5, 56 Milliarden US-Dollar und ist damit die 110. größte Exportwirtschaft der Welt. Die Hauptexporte nach jährlichem Exportwert umfassen raffiniertes Erdöl (1, 08 Mrd. USD), Kaffee (842 Mio. USD), andere ölige Samen (724 Mio. USD), anderes Gemüse (569 Mio. USD) und Schnittblumen (407 Mio. USD). Ein großer Prozentsatz seiner Exporte geht in eines von fünf Ländern. Dazu gehören Kuwait, das jährlich äthiopische Waren im Wert von 801 Mio. USD importiert, gefolgt von Somalia (675 Mio. USD), Saudi-Arabien (571 Mio. USD), China (528 Mio. USD) und der Schweiz (437 Mio. USD).

Im Jahr 2014 importierte Äthiopien Waren im Wert von 16, 4 Mrd. USD, was einer negativen Handelsbilanz von 10, 8 Mrd. USD entspricht. Zu den wichtigsten Gütern, die nach dem jährlichen Importwert in dieses Land eingeführt werden, gehören raffiniertes Erdöl (3, 4 Mrd. USD), Lieferwagen (522 Mio. USD), Telefone (477 Mio. USD), Eisenkonstruktionen (364 Mio. USD) und Palmöl (336 Mio. USD). Die meisten dieser Importe stammen aus Ländern wie China (4, 98 Mrd. USD), Kuwait (1, 71 Mrd. USD), Saudi-Arabien (1, 54 Mrd. USD), Indien (1, 14 Mrd. USD) und den USA (685 Mio. USD).

Herausforderungen für die äthiopische Wirtschaft

Die äthiopische Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen, die ein kontinuierliches Wachstum verhindert haben. Der Mangel an Vielfalt und Technologie birgt ein großes Risiko für das Land. Die landwirtschaftliche Produktion ist geringer als ihr volles Potenzial, da traditionelle Anbautechniken keine optimale Effizienz ermöglichen. Da die Wirtschaft in erster Linie auf die Landwirtschaft angewiesen ist, können unerwartete Klimaveränderungen die Produktion beeinträchtigen. In diesem Land gibt es beispielsweise regelmäßig Dürreperioden aufgrund des Klimawandels und Bodendegradation aufgrund von Überweidung. Darüber hinaus erschwert eine schlechte Transportinfrastruktur das Versenden von Produkten auf den Markt.

Zukünftige Wirtschaftspläne

Die äthiopische Regierung hat kürzlich die zweite Phase ihres großen "Wachstums- und Verkehrsplans" umgesetzt. Dieser Plan zielt auf die Verbesserung der Infrastruktur des Landes ab, um einen bedeutenden Fertigungssektor aufzubauen. Das Hauptziel besteht darin, dass das Land bis 2025 ein Land mit niedrigem mittlerem Einkommen wird. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein jährliches Wachstum des verarbeitenden Gewerbes von 20% erforderlich. Angesichts der Fortschritte des Landes bei der Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen scheinen die wirtschaftlichen Ziele machbar.